GIARDIEN

GIARDIEN

(ich schreibe das extra hier oben hin: jede Kotuntersuchung sollte von mindestens 2 Tagen sein, und ebenfalls mindestens von 3 mal lösen. Nur einmal aufsammeln gibt nicht ausreichend Auskunft)  

Dieses Thema wir von Tag zu Tag ernster und schlimmer, daher für mich ein MUSS, es jetzt hier und sofort einmal für JEDEN darzustellen.

Immer öfter in den letzten anderthalb Jahren bekam ich Anrufe, Besuche oder Mails, wo ich gefragt wurde, ob ich zu dem jeweils dargestellten Problem etwas sagen könnte, einen Tipp oder ähnliches parat hätte. Dadurch, dass bei uns seit fünf Jahren nun die Spielstunde existiert, auch in Spitzenzeiten 46 Fellnasen auf dem Platz zusammen kamen, hört man natürlich auch mehr, als Jemand, der ab und an mal einen Hundebesitzer trifft.

Immer wieder, wenn ich dann höre „was kann das sein, schlechte Fressgewohnheit, ab und zu Durchfall, es kommt auch Erbrechen vor, der Bauch ist dann evtl. härter, oder es sind laute Darm-/Bauchgeräusche zu hören?,- kriege ich seit NEUESTEM rote Ohren.

Meine Frage lautete dann immer sofort „ist mal der Kot auf Giardien untersucht worden?“.

Zwischendurch wurde mir dann über Wochen oder auch Monate gesagt- „ja, ist nichts zu finden“. Es wurde dann in den meisten Fällen eine Magen-Darm Verstimmung vermutet, und auch daraufhin behandelt. Bis zum nächsten mal, denn dies lies meistens nicht lange auf sich warten, und alles fing von vorne an. Erst nach einigen Gesprächen kam ich dann wieder auf die Frage „ist wirklich der Kot auf Giardien untersucht worden?“. 

Die meisten, bei denen es schon länger andauerte konnten mir dann sagen „ja, es sind keine Würmer zu finden“. Wenn ich dann erklärte, dass mit dem normalen Kot-Test keine Giardien zu finden sind, war meistens die Antwort „was ist das denn?“ Ich begann meine Erklärung, und der nächste Besuch beim Tierarzt ergab dann in vielen Fällen, ja es sind Giardien.

Es ist fatal, wie rasant das in den letzten Monaten angestiegen ist.

Giardien sind heute fast genauso oft oder öfter der Grund für dieses Beschwerdebild. Auf die vielen Fremdwörter der Umschreibungen möchte ich an dieser Stelle verzichten, denn ich hoffe, dass dieses jetzt ALLE erreicht, und nicht nur den, der sich viell. Aufgrund der Krankheit seines Hundes damit beschäftigt hat.

Jeder Welpe, der von einem verantwortungsbewußten Züchter kommt, hat die Entwurmung in den 2, 4, 6 und 8 Lebenswochen durchlaufen, und ist dann auch frei von Würmern, oder anderen Darmparasiten, die mit den normalen Entwurmungen zu beseitigen sind.

Komischer Weise wissen aber 90% der Welpifamilien NICHT, dass die Giardien weitaus gefährlicher für den Welpen sein können, und damit dringendst alle zwei Monate mindestens vom Tierarzt mit einem Schnelltest ausgeschlossen werden sollten. 

Nicht jeder Welpe reagiert sofort mit Durchfall, Brechen, oder Mäkelfressen auf den Befall mit Giardien. Fatal ist auch, daß viele ältere Tiere Giardien haben können, die sich mit Dauer des Befalles immer mehr in die Organe „fressen“, und auch dort langfristig Schaden anrichten können, ganz zu schweigen von der hohen Ansteckungsgefahr, die von dem befallenen, aber noch nicht an Beschwerden leidenden Hunden ausgeht.

Giardien befallen auch MENSCHEN. Natürlich lassen sich über Google viele Erfahrungsberichte finden, oder auch die Medikamente, die ursprünglich mal gegen diese fiesen Darmparasiten der schlimmsten Art halfen. 

Einige sind auch dabei, die Angst und Horror verbreiten, lächel. Also sooo schlimm ist es dann auch nicht, aber genausowenig zu UNTERSCHÄTZEN. Ein Giardienbefallener Hund ist NICHT zum Tode verurteilt, nicht falsch verstehen, SOLLTE aber rechtzeitig erkannt, und behandelt werden, damit langfristig der Hund eine gesunde Darmflora entwickeln kann!!!!!

Leider sind dort aber niemals die neuesten Erkenntnisse zu finden. Dazu muß man (ich spreche jetzt speziell auch für die Züchter) sich informieren, oder auch einschlägige Fachzeitschriften „z.B. Breeder Special“ regelmäßig lesen, wie auch Tierärzte befragen, die sich regelmäßig als „Kleintierarzt“ mit solchen Semiaren oder Fortbildungen weiter bildet.

DAS DANN ABER AUCH NOCH UNGEFRAGT weiter gibt, als auch Homöopathen, die ja meistens sowieso vom Berufsstand aus schon verpflichtet sind, sich regelmäßig dem NEUESTEN STAND zu öffnen, da sie als Naturheilpraktiker sowieso ständig im Beweiszwang stehen, es auch ohne die starken Medikamente mit den Nebenwirkungen in den Griff zu bekommen.

 

Dieses SCHWEIGEN seitens der Ärzte/Homöopathen, ist meiner Meinung nach ein großes Manko, wie auch die Verpflichtung, die wir als Züchter eingehen MÜSSEN, sowohl unsere Hunde, als auch Hundebesitzer, mit denen wir regelmäßig zu tun haben, zu informieren, und sie zu regelmäßigen Schnelltests aufzufordern, Giardien auszuschließen, und gegebenenfalls zu behandeln.

Da fängt es dann schon an, als erstes Mittel der Wahl, und bis vor ca. 1 ½ Jahren auch erfolgreich angewandt, hilft Panacur schon in vielen Fällen gar nicht mehr. Z.B. wenn der Befall schon länger besteht, und die Giardien sich bei einer Behandlung nicht nur vernichten lassen, sondern diese Biester sind sehr hartnäckig, sie ziehen sich zurück, in Leber, Nieren, Blasenwände, nicht selten sogar gehen sie ins Blut, und können auch Herzprobleme verursachen.

Durch eine konsequente Behandlung über zwei Kuren mit jeweils 5 Tagen Panacur, warten wieder 5 Tage Panacur, dann nach einer Woche wird ein Giardientest gemacht. Oft sind dann HEUTE immer noch Giardien da, man vermutet, dass auch hier sich Resistenzen gebildet haben.

Meistens wird heute schon bei informierten Tierärzten der Wirkstoff Metronidazol verschrieben. Echt ein Hammerpräparat, aber wohl bei den Giardien inzwischen von Nöten. 

Eine lange Behandlungsphase beginnt, die nicht selten mit fiesen Nebenwirkungen beginnt. Die Gabe MUSS genau ausgerechnet werden nach Gewicht, um nicht über zu dosieren. Auch da hab ich in der Vergangenheit einen Fall im Bekanntenkreis gehabt, wonach der Hund ernsthaft erkrankt war, und die Besitzerin wirklich Angst um das Leben des Hundes hatte.

Weiter geht’s, die Medikamentengabe, die man auf GAR KEINEN FALL ABBRECHEN sollte, nur weil der Hund viell. keinen Durchfall oder Erbrechen mehr hat, ist abgeschlossen. Der ENDTEST naht…..   

Dieser fällt z.B. negativ aus.

Hurrah denkt sich jeder, wir sind sie los!!!!

In vielen Fällen ist es auch so. Aber da gibt’s auch die andere Seite…..

Nach ca. 4 Wochen z.B. wird der Hund über ein paar Tage mit vermehrten Kohlenhydraten oder auch Bierhefe gefüttert, wenn noch Giardien vorhanden sein sollten, (eine Delikatesse für die versteckten Giardien). Sie kommen raus aus ihrem Versteck, ernähren sich, und vermehren sich RASEND. D.h. WIEDER GIARDIEN.

Wähnt der Hundebesitzer sich in Sicherheit, weil…. Er hat ja behandelt, und es wurde ein Test gemacht, der nicht nach mindestens 2 Monaten (manchmal auch früher) wiederholt wurde, ist dieser Hund mit jedem Kothaufen, den er absetzt, wieder zu einer Gefahr für jeden dort vorbeilaufenden Hund. Ist es ein Welpe, könnte der unter Umständen tödlich erkranken. In jedem Fall ist es für einen Hund, der dort schnüffelt, sich danach, wenn es ein weicher Kothaufen sein sollte, beim nächsten Lecken über die Nase geht, mit Giardien ansteckend.

 

ICH APPELIERE DAHER AN JEDEN TIERBESITZER UND ZÜCHTER

Macht Euch die Wichtigkeit bewußt. Auch wenn der Tierarzt sagt: ist nicht nötig (hab ich oft genug von den Leuten zu hören bekommen, sodaß sie sogar den TA gewechselt haben, und der Hund wurde DANN positiv getestet), besteht auf den Schnelltest. Wenn Euch der TA sagt, der ist nicht aussagekräftig genug, und möchte Euch lieber den teuren, für evtl. 55 Euro (je nach TA) verkaufen, geht zu einem TA, der es macht, natürlich auch nur zu einem Arzt Eures Vertrauens.

Wenn Euer Hund keine Beschwerden hat, reicht ein Schnelltest aus, um sich selbst zu vergewissern, und auch Eurem Verantwortungsgefühl dem Tier und auch Euch gegenüber gerecht zu werden.

Wenn Ihr Giardien bei Google eingebt, um Euch mal schlau zu machen, gebt auch „neueste Erkenntnisse“ mit ein ;-), da sind dann nicht unbedingt die Horrorgeschichten, die einige Hundehalter mit ihrer Lieblingen hinter sich haben, und einem wirklich ab und an die Lust an Tieren nimmt. 

Nicht nur Tiere haben Krankheiten, die ansteckend sein könnten.

 

NEIN ICH ÜBERTREIBE NICHT, die ansteingende Zahl der erkrankten Hunde bestätigt dieses, ich finde es SCHLIMM, wie verharmlost das immer noch wird. 

Hat ein Hund ein gutes Immunsystem, könnte er ganz ohne Beschwerden mit den Giardien über Monate, viell. sogar Jahre leben, bis es soweit den Körper befallen hat, daß es dann mit Gewalt ausbricht, das Ende mag ich mir nicht vorstellen.

 

Ich bin Züchterin, und ich biete jede Woche eine öffentliche Spielstunde an. Die Tatsache, wie viele Besucher alleine bei uns auf dem Platz aufgeklärt werden mussten, machten mir deutlich, dass es eine größere Aufklärung geben muss.

Meine Hunde sind gesund, jedes Baby, welches bei uns das Haus verlässt, hat eine Kotuntersuchung auf Würmer, Giardien und Kokzidien hinter sich, und ich hatte bisher Glück, dass wir Giardien/Kokzidienfrei sind. Dieses könnte auch fatal für meine Zucht werden. Meine Großen werden auch aufgrund der regelmäßigen Spielstunde auf sämtliche Darmparasiten (Zu den Darmparasiten zählt man bestimmte Würmer (s. Wurmerkrankung) und Protozoen (etwa bestimmte Flagellaten und Amöben), die insbesondere in wärmeren Gegenden mit dem Trinkwasser aufgenommen werden können und im Darm eines Wirtes schmarotzen. Sie können zu schweren Durchfallerkrankungen (etwa Entamoeba histolytica) führen. Wikipedia) Kokzidien und Giardien untersucht. Natürlich kann sich das NIEMAND aussuchen, und es kann JEDEM unschuldig passieren, aber wenn wir alle den Kot unserer Tiere entfernen, darauf achten, dass unsere Hunde keinen Hunde/- Katzen/- Taubenkot oder Hasenköttel fressen (es ist NIEMALS gesagt, dass in diesen genannten Dingen Giardien oder Kokzidien enthalten sind, aber es ist auch genausowenig auszuschließen), wir möchten unsere Hunde in unserer absoluten Nähe haben, das ist auch gut so, aber wir sind dann aber auch für ein gesundes Maß an Vorsorge verantwortlich.

 

Ich hoffe, ich habe jetzt ganz vielen das Thema Giardien ein wenig näher gebracht. Bei uns werde ich alle zwei Monate von unseren Spielstundenbesuchern einen Giardientest durchführen lassen. Wer das nicht möchte, hat auch seinem Tier gegenüber nicht die größte Lust, Gesundheit in den Vordergrund zu stellen, und wird dann nicht mehr kommen. Für Diejenigen, die es getroffen hat, und die alle paar Wochen alleine schon wegen der Wiederansteckung einen Test machen lassen, ist es eine Sicherheit, dass bei uns ALLE an einem Strang ziehen, dem Gesundheitsstrang, oder zumindest dem Wunsch, alles dafür zu tun!

So wird langfristig viell. die Riesenansteckung, die momentan laut Aussage der Ärzte, Homöopathen, mit denen ich gesprochen habe, ÜBERALL im Umlauf ist, nicht nur hier in der Gegend, weit über Köln, Essen, Hannover, Hamburg usw. hinaus, ein wenig rückläufiger werden.

 

Liebe Grüße

 

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